Westernreiten – Reiten wie die Cowboys

Westernreiten - ReitstilDas Westernreiten ist die Reitweise der Cowboys in den USA und den Vaqueros in Südamerika, die sich aus der altspanischen Reitweise entwickelt hat. Beim Westernreiten handelt es sich um eine besonders bequeme und sichere Art des Reitens. Der Reit-Stil des Westernreitens beinhaltet eine klare und einfache Hilfengebung, die nur dann zum Einsatz kommt, wenn das Pferd sein Verhalten ändern soll.

Da die Rinderhirten eine Hand frei für die Arbeit haben mussten, ist die Zügelführung beim Westernreiten einhändig. Westernsättel sind schwer und breit, weshalb sie das Gewicht des Reiters gleichmäßig und schonend auf eine große Fläche des Pferderückens verteilen. Die Basis für die Verständigung zwischen Mensch und Pferd beim Westernreiten sind Gewichtshilfen (z.B. Einsitzen oder Anheben des Gesäß) und einfache Signale mit dem Zügel.




Beim Westernreiten gibt es zwei spezielle Gangarten, die kräfteschonend für Pferd und Reiter sind: Der „Jog“ ist ein verlangsamter Trab und der „Lope“ ist ein langsamer Galopp.

Zu den populären Pferderassen für das Westernreiten gehören die nordamerikanischen Rassen Appaloosa, Paint und Quarter Horse. Innerhalb dieser Rassen sind durch jahrhundertelange Zucht und Auslese besonders gute Eigenschaften für das Westernreiten geprägt worden. Daneben können auch Pferde anderer Rassen im Westernstil geritten werden. Idealerweise sollten diese Tiere einen kurzen Rücken aufweisen (Quadratpferde). Den „Titel“ Westernpferd kann sich ein Tier in erster Linie durch Auswahl und Training verdienen.

Westernreiten lernt man nicht nebenbei. Wie bei allen anderen Reitweisen sind hier eine gute Grundausbildung und solides Training auf dem Reitplatz unabdingbar. Die Westernreiterei erfreut sich in Deutschland einer großen Beliebtheit, weshalb zahlreiche Kurse und Trainings für die Ausbildung zur Wahl stehen.