Westernreiten: California style und Texas style

Innerhalb der amerikanischen Reitweise bzw. des Westernreitens werden in den USA und Mexiko zwei Reitstile unterschieden:

California style

Der California style – auch bekannt als Altkalifornische Reitweise – basiert auf der klassischen spanischen Reitweise und ist höher im Anspruch. Er enthält Elemente der Dressur und wird überwiegend westlich der Rocky Mountains geritten.

Im California style beginnt die Ausbildung des Pferdes auf Snaffle bit (Trense). Anschließend kommt der Bosal – ein kappzaumähnlicher Nasenbügel zum Einsatz. Wenn das Pferd fertig ausgebildet ist, werden entweder Spade bit (schwere blanke Kandare mit Zungenlöffel) oder Half breed bit (schwere blanke Kandare mit Kupferröllchen), um die Kautätigkeit und den Speichelfluss anzuregen und eine annähernd senkrechte Kopfhaltung (durch das Gewicht der Kandare) zu erreichen, verwendet.




Texas style

Der Texas style wurde überwiegend von der alten englischen, eher bäuerlichen Reitweise beeinflusst. Er weist einfachere Merkmale auf und wird hauptsächlich östlich der Rocky Mountains geritten.

Bei einer Ausbildung des Pferdes im Texas style werden auch zunächst Snaffle bit und danach der Bosal eingesetzt. Beim ausgebildeten Pferd wird nachher allerdings das Grazer bit (blanke Kandare mit einfacher Mundstange und Kinnkette) aufgelegt.

Sowohl beim California style als auch beim Texas style werden die Zügel einhändig geführt, damit die rechte Hand für die Arbeit freibleibt.