Pferde bei Kälte füttern

Erwachsene Pferde, die nicht gearbeitet werden oder nur an den Wochenenden bewegt werden, sollten bei Kälteeinbrüchen in den Wintermonaten mit einer ergänzenden Raufuttergabe versorgt werden. Ideal dafür ist Heu, das von guter Qualität sein sollte.

Einige Pferdehalter sind der Ansicht, dass die Fütterung von warmem Futter wie  Mash oder gekochter Gerste, dazu beitragen kann, die Pferde von innen heraus aufzuwärmen. Dieses stimmt jedoch nicht. Schaden tut die Fütterung von Mash oder gekochter Gerste allerdings auch nicht.

Im Dünndarm des Pferdes werden Müslifutter, Getreide und Pellets verhältnismäßig schnell abgebaut und verdaut. Für diesen einfachen, schnellen Verdauungsprozess des Kraftfutters muss der Pferdekörper nur wenig Energie aufbringen, weshalb dabei auch nur wenig Wärme freigesetzt wird.




Für die Verdauung von Rohfaser benötigt der Pferdekörper hingegen sehr lange. Um die Rohfaser in ihre Bestandteile zu zerlegen, müssen die Bakterien Energie aufbringen, was wiederum dazu führt, dass sie während ihrer Arbeit eine Menge Wärme freisetzen. Auf diese Weise wird das Pferd von innen gewärmt. Es kommt sozusagen zu einer Fermentierung der Rohfaser, wobei Wärme abgegeben wird. Die Wärme die bei der Fermentierung der Rohfaser entsteht, gleicht in etwa der Wärme, die bei der Weinherstellung oder Bierherstellung abgegeben wird.

Wenn es sehr kalt ist, kann es notwendig werden, die Pferde mit zusätzlichem Kraftfutter zu versorgen.

Krippen für Futter und Heu auf der Weide sollten in den Wintermonaten so platziert werden, dass sie vor Wind geschützt sind.