Weidepflege

Zu den wichtigsten Aufgaben der Weidepflege gehört die Entfernung der Pferdeäpfel – umgangssprachlich spricht man dabei auch vom „abäppeln“. Das Absammeln der Pferdeäpfel ist zwar arbeitsaufwändig und zeitintensiv, stellt aber eine wirksame Vorbeugungsmaßnahme gegen Wurmbefall und Parasitenbefall der Pferde dar. Außerdem verbessert sich der Gesamtzustand der Weide durch das Abäppeln enorm.

Die Größe der erforderlichen Weidefläche hängt davon ab, wie viele Pferde auf der Weide untergebracht sind und wie viel Zeit sie dort verbringen. Je mehr Pferde und je länger der Aufenthalt auf der Weide, desto größer muss die Weidefläche sein.




Wenn Pferde Tag und Nacht auf der Weide untergebracht sind, sollte ausreichend Platz zur Verfügung stehen, um verschiedene Weideflächen (mindestens zwei, besser drei) nach dem Rotationsprinzip zu nutzen. Auf diese Weise haben die Weideabschnitte, die nicht genutzt werden, Zeit für die Regeneration. Wenn ein Weideabschnitt nicht genutzt wird, besteht zudem die Möglichkeit zur eventuell notwendigen Pflege (neu besäen, walzen, Unkraut bekämpfen, düngen). Das Rotationsprinzip hilft außerdem bei der Wurmkontrolle, da der Lebenszyklus der Würmer auf den unbeweideten Flächen unterbrochen und ein Neubefall der Pferde so reduziert wird. In diesem Zusammenhang sollten alle Weidepferde regelmäßig und im Idealfall zur gleichen Zeit entwurmt werden.

Es ist empfehlenswert, die Weideflächen in regelmäßigen Abständen zu walzen und zu eggen. Wenn eine neue Besäung notwendig ist, sollte diese im Frühjahr durchgeführt werden, bevor das Gras zu wachsen beginnt.

Die Weide muss regelmäßig hinsichtlich  giftiger Pflanzen kontrolliert werden. Giftpflanzen sollten – ebenfalls wie unerwünschtes Unkraut – mitsamt der Wurzeln ausgegraben und anschließend verbrannt werden, um eine weitere bzw. erneute Ausbreitung zu verhindern.

Eine optimale Pferdekoppel ist trocken und flach. Sie liegt abseits von stark befahrenen Straßen und anderen potentiellen Gefahrenquellen für das Pferd. Ideal ist es außerdem, wenn die Weide von Hecken und Bäumen umgeben ist, die den Pferden natürlichen Schutz vor den Elementen bieten.

Die Umzäunung der Weide sollte sicher und pferdegerecht sein. Weiterhin muss die Wasserversorgung zuverlässig erfolgen. Ein natürlicherer, sauberer Bach, der die Weide durchzieht, eignet sich beispielsweise ideal für Pferde, wenn er nicht durch landwirtschaftlich genutzte Flächen fließt (evtl. Chemikalienbelastung). Alternativ kann beispielsweise eine Selbsttränke auf der Weide installiert werden, die jedoch täglich auf ihre Funktionalität überprüft werden muss. Auch das Aufstellen eines Wassertroges ist eine Möglichkeit zur Wasserversorgung der Pferde auf der Weide. Dieser Trog muss jedoch regelmäßig kontrolliert (Ist noch genug Wasser vorhanden? Ist das Wasser noch sauber?), gereinigt und aufgefüllt werden. Wenn es auf der Weide stehende Gewässer oder möglicherweise anderweitig verunreinigte Wasserquellen gibt, sollten diese unbedingt eingezäunt werden, damit die Pferde keinen Zugang dazu haben.

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