Kaltblut – ruhig und kraftvoll

Das Kaltblut zeichnet sich durch ein ausgeglichenes bis phlegmatisches Temperament aus, was der Pferdegruppe auch ihren Namen verliehen hat (die Bluttemperatur ist bei Kaltblütern keinesfalls geringer als bei Warmblütern).

Zu den Kaltblütern zählen vornehmlich die schweren Zugpferdrassen oder Schrittpferdrassen. In der Regel sind Kaltblüter sehr gelassen, ruhig, nur schwer erregbar und sehr unempfindlich. Natürlich gibt es auch hierbei Ausnahmen und das ein oder andere kaltblütige Pferd zeigt sich durchaus sensibler.

Die Kaltblüter gehen auf das Waldpferd bzw. Tundrenpferd der nördlichen Kaltklimazonen zurück. Zu den allgemeinen Merkmalen der Kaltblutrassen zählen mächtiges Kaliber, schwerer Knochenbau und ein eher schwammiges Erscheinungsbild. Kaltblüter haben in der Regel große, schwere Köpfe, die oft ein Ramsprofil aufweisen.




Das Kaltblut bewegt sich vornehmlich im Schritt oder Trab fort. Kaltblüter wurden bis zum Zweiten Weltkrieg als  Arbeitspferde für die schwere Zugarbeit eingesetzt. Durch die zunehmende Motorisierung wurden sie jedoch weitgehend verdrängt, so dass einige kaltblütige Pferderassen bereits vor dem Aussterben standen. Mittlerweile hat man die besondere Leistungsfähigkeit des Kaltbluts für bestimmte Arbeitseinsätze neu entdeckt und Kaltblüter kommen wieder verstärkt vor allem in der Forstwirtschaft zum Einsatz.