Baschkir

Farbe:
überwiegend Brauner, Fuchs, Rappe
selten Schimmel, Falbe und Schecken
selten Abzeichen

Herkunft:
Russland

Einsatz:
Reitpferd, Fahrpferd, Arbeitspferd,
Stutenmilch-Gewinnung, Fleischerzeugung

Stockmaß:

ca. 1,32m bis 1,42m






Anatomie:

Der Kopf des Baschkir ist schwer und zeigt ein gerades Profil. Auffallend sind die glänzenden Augen. Sein Hals ist lang, die Brust tief und die Schultern schräg. Der Widerrist des Baschkir ist flach. Sein Rücken fällt oft gerade aus mit leicht abfallender Kruppe und niedrigem Schweifansatz. Der Baschkir hat kurze, kräftige Beine mit äußerst harten Hufen.

Das Langhaar des Baschkir ist meist dick und gekräuselt. Insbesondere das Winterfell ist auffällig dick, so dass es sich sogar zu Wolle verarbeiten lässt.

Besonderheiten:

Wie beim Amerikanischen Baschkir Curly reagieren Menschen mit einer Pferdehaar-Allergie teilweise nicht auf Produkte aus den Haaren des Baschkir bzw. haben im Umgang mit Pferden dieser Rasse keine Probleme.

Andere Schreibweisen / Bezeichnungen für diese Pferderasse:

Baschkirsky, Baschkire, Baschkiren Pferd, Baschkirisches Lockenpferd

Russische Pferderasse: Baschkir

Bereits vor mehreren tausend Jahren haben die Vorfahren des Baschkiren in den Steppen, den Hochebenen und den Waldgebirgen im südlichen Ural gelebt. Aufgrund der unterschiedlichen Lebensräume werden zwei Typen des Baschkir unterschieden: Der kleine und leichtere Bergtyp, der vornehmlich als Reitpferd Verwendung findet und der schwerer und größere Steppentyp, der in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Der letztere Typ hat sich mittlerweile überwiegend durchgesetzt.

Es wird angenommen, dass der Baschkir mit den Steppenpferden aus Westasien verwandt ist. Im Jahr 1845 wurden Zuchtzentren für die Rasse eingerichtet, um eine Optimierung für die Verwendung der Pferde in der Landwirtschaft (inkl. Milch- und Fleischgewinnung) zu erreichen.

Charakterlich zeichnet sich der Baschkir durch sein ruhiges Temperament aus. Er ist leistungsfähig, äußerst hart, ausdauernd und anspruchslos. So schafft eine Baschkiren-Troika durchschnittlich bis zu 120 bis 140 Kilometer durch den Schnee an einem Tag. Der Rekord liegt bei 120 Kilometern in nur 8 Stunden.

Der Baschkir ist äußerst hart und wird ganzjährig im Freien gehalten. Dabei macht ihm weder die Hitze im Sommer noch die eisige Kälte mit bis zu -40°C und Futtersuche unter dem Schnee etwas aus.