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Lahmheit

Von Lahmheit ist die Rede, wenn das Pferd ungleichmäßig geht, hinkt oder ein Bein nachzieht. Zeigt das Pferd eine weniger auffällige Bewegungsstörung spricht man von Schonen oder Klammgehen. Die Ursache für eine Lahmheit beim Pferd kann von der Wirbelsäule, von der Schulter, einem Hüftgelenk, einem Beingelenk, einem Huf oder aber auch direkt vom Gehirn ausgehen. Es können Schädigungen in Sehnen, Muskeln, Nerven, Korpel, Knochen oder auch Organen vorliegen. Zu den häufigen Gründen für Lahmheit gehören Verletzungen, Verstauchungen und Prellungen. Daneben können auch Ermüdung und Überanstrengung eine Lahmheit auslösen. Krankheitsprozesse im Körper des Pferdes können ebenfalls Lahmheit hervorrufen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Dummkoller, Einschuss, Hufrehe, Hufrollenentzündung, Mauke oder Kreuzverschlag handeln. Auch durch einen Parasitenbefall oder durch schmerzhafte Verspannung im Pferderücken und Pferdegenick (Zügellahmheit) kann es zur Lahmheit kommen. Wenn Lahmheiten des Pferdes nicht behandelt werden, sind oft weitere Schädigungen, die sich später nicht mehr beheben lassen, die Folge.